Ratgeber · Stand 26.08.2026
Warum finde ich nirgends, was ein Bestatter kostet?
Eigene Prüfung von 1.614 erreichbaren Websites: 149 nennen Preise, das sind 9,2 Prozent. Was das für Ihr erstes Gespräch bedeutet.
- 9,2 %
- nennen Preise auf der eigenen Seite
- 53,0 %
- werben mit Erreichbarkeit rund um die Uhr
- 45 %
- haben überhaupt eine Website im Bestand
- zulassungsfrei
- Das Gewerbe
149 von 1.614 erreichbaren Websites
856 Betriebe
1.761 von 3.943 Betrieben
keine Kammer, keine Bestellung, kein Meisterzwang
Neun von zehn Bestattern nennen keinen Preis
Kurz beantwortet
Was wir geprüft haben
Nur, was ein Betrieb selbst veröffentlicht, und nur mit Fundstelle.
Wir haben alle Bestattungsunternehmen genommen, die in OpenStreetMap für Deutschland verzeichnet sind, 3.943 Betriebe. Von ihnen tragen 1.761 eine Website, und 1.614 dieser Websites haben geantwortet. Auf jeder haben wir drei Dinge gesucht: die Rechtsform im Impressum, eine Aussage zur Erreichbarkeit rund um die Uhr und Preisangaben auf einer eigenen Seite.
| Was geprüft wurde | Betriebe | Anteil der erreichbaren |
|---|---|---|
| Nennt sich rund um die Uhr erreichbar | 856 | 53,0 % |
| Rechtsform im Impressum auffindbar | 478 | 29,6 % |
| Preise oder Pauschalen auf der eigenen Seite | 149 | 9,2 % |
Geprüft ist damit, was ein Betrieb selbst schreibt. Nicht geprüft ist die Qualität seiner Arbeit, nicht die Angemessenheit seiner Preise und nicht, ob die Angaben stimmen. Wer keine Website hat, taucht in dieser Zahl gar nicht auf; das ist mehr als die Hälfte aller Betriebe.
Warum so wenige einen Preis nennen
Eine Bestattung ist keine Ware mit einem Preis, sondern ein Bündel aus Sarg, Überführung, Formalitäten, Trauerfeier, Blumen und durchgereichten Gebühren. Wer eine Zahl nennt, muss sagen, was darin steckt, und riskiert, dass Angehörige sie mit einer anderen vergleichen, in der weniger steckt. Aus Sicht des Betriebs ist Schweigen bequemer.
Dazu kommt der Zeitpunkt der Entscheidung. Wer am Sterbetag einen Bestatter sucht, nimmt meist den nächsten oder den, den das Pflegeheim benachrichtigt hat. Ein Preis auf der Website hätte in dieser Lage wenig Wirkung, und das erklärt, warum so wenige einen setzen.
Was Sie im ersten Gespräch tun können
- Verlangen Sie eine schriftliche Kostenaufstellung mit getrennten Posten, bevor Sie einen Auftrag erteilen.
- Lassen Sie sich zeigen, welche Positionen die Gemeinde stellt und welche der Betrieb selbst. Die Gemeindegebühr ist nicht verhandelbar, seine Leistung schon.
- Fragen Sie nach der günstigsten möglichen Ausführung, nicht nur nach der empfohlenen.
- Rufen Sie einen zweiten Betrieb an. Ein Anruf verpflichtet zu nichts.
Für den letzten Punkt gibt es keine Wartezeit. Sie dürfen einen Bestatter sofort anrufen, auch nachts und auch bevor der Arzt da war. Was das Landesrecht regelt, sind Fristen für die Überführung und die Bestattung, nicht für Ihr Telefonat.
Häufige Fragen
- Muss ich den Bestatter nehmen, den das Pflegeheim ruft?
- Nein. Die Wahl liegt bei den Angehörigen. Ein Heim oder Krankenhaus darf einen Betrieb benachrichtigen, damit die verstorbene Person versorgt wird, aber der Auftrag entsteht erst durch Sie.
- Woran erkenne ich einen seriösen Betrieb?
- An überprüfbaren Dingen: einem vollständigen Impressum mit Rechtsform, einer schriftlichen Kostenaufstellung vor dem Auftrag und der Bereitschaft, einzelne Posten zu erklären. Sterne im Internet sind kein Beleg.
- Warum vergibt dieses Verzeichnis keine Bewertungen?
- Weil uns die Grundlage fehlt. Wir können prüfen, was ein Betrieb veröffentlicht, nicht wie er arbeitet. Eine Note ohne Datengrundlage wäre eine Behauptung.
Weitere Auswertungen
Quellen und Stand
- Eigene Prüfung der Websites aller in OpenStreetMap verzeichneten Bestattungsunternehmen 3.943 Betriebe, 1.761 mit Website, 1.614 erreichbar, jeder Befund mit Fundstelle abgelegt
Erfasst von Redaktion Friedhof-Verzeichnis, Stand 26.08.2026.